Was ist die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)?
Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist nicht nur einer der wichtigsten Politikbereiche der Europäischen Union, sondern auch der kostenintensivste. Die Ausgaben für den Agrarsektor sind der größte Einzelposten im EU-Haushalt (2010 lagen sie mit knapp 60 Milliarden Euro bei 42 Prozent des Gesamthaushalts).
Mit ihren zahlreichen Verordnungen nimmt die GAP einen entscheidenden Einfluss auf die Struktur der Landwirtschaft in Europa, und damit auch auf den Zustand von Natur und Umwelt sowie die Entwicklung der Ländlichen Räume.
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Warum muss die GAP reformiert werden?
Ein zunehmender Verlust der Artenviefalt, ausgelaugte Böden, Emissionen, die den Klimawandel anheizen sowie der Verlust mehrerer Millionen Arbeitsplätze in der Landwirtschaft: Obwohl die Agrarpolitik die europäischen Steuerzahler viel Geld kostet, findet diese dennoch keine ausreichenden Antworten auf die drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen.
Im Gegenteil. Die derzeitige Agrarförderung setzt ganz auf schnelle und hohe Erträge und begünstigt somit die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft. Natur und Umweltschutz, kleine bäuerliche Höfe und die Verbraucher bleiben auf der Strecke.
Die GAP folgt bis heute den Zielen, die im Rahmen der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) Ende der Fünfziger Jahre verabschiedet wurden. Trotz mehrfacher Versuche, die GAP zu reformieren, blieben die Ausrichtung und Zielsetzung der GAP seit 1958 unverändert.
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Wie muss eine zukunftsfähige Agrarpolitik aussehen?
Agrarpolitik darf nicht länger klassische Sektorpolitik bleiben. Sie muss eine Landwirtschaft fördern, die ökologisch intakte Kulturlandschaften prägt, Arbeitsplätze schafft und Tierschutzanliegen ebenso ernst nimmt wie die globalen Entwicklungsfragen und den Klimaschutz. Leitbild dafür ist eine multifunktionale, bäuerlich-ökologische Landwirtschaft mit globaler Verantwortung.
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Die Debatte zur Reform der GAP nach 2013 wird derzeit auf verschiedenen Ebenen kontrovers geführt. Eine Auswahl verschiedener Positionen und Stellungnahmen der unterschiedlichen Akteure finden Sie hier.

































